segunda-feira, 1 de novembro de 2010
If God was one of us?
Se Deus fosse um de nós na senda do seu caminho? Talvez esteja dentro de cada um de nós uma pequena centelha, que pouco a pouco se vai reunindo num espaço e tempo longíquos.
sexta-feira, 8 de outubro de 2010
Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo
Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo, der Bürgerrechtler und Schriftsteller Liu Xiaobo, in China wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt, erhält den Friedensnobelpreis. Die chinesische Regierung reagiert empört.
Der 54-jährige Oppositionelle werde für seinen "langen und gewaltlosen Kampf" für die Menschenrechte in China geehrt, erklärte der Präsident des Nobel-Komitees, Thorbjoern Jagland, am Freitag in Oslo. Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert. Erstmals geht die seit 1901 vergebene Auszeichnung nach China.
Komitee trotzt Druck aus China
Das Nobelkomitee trotzt mit der Vergabe dem politischen Druck der chinesischen Führung. Die Regierung in Peking hatte mit einer Verschlechterung der Beziehungen zu Norwegen gedroht, sollte der Dissident den Preis bekommen. Liu Xiaobo war als Favorit gehandelt worden.
Der inhaftierte chinesische Bürgerrechtler ist auch Ehrenvorsitzer des PEN-Clubs unabhängiger chinesischer Schriftsteller. Der 54-jährige Dissident ist einer der führenden Köpfe hinter der "Charta 08", dem Appell für Demokratie und Menschenrechte in China. Das Manifest wurde im Dezember 2008 aus Anlass des 60. Jahrestages der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen veröffentlicht und sieht sich in der Tradition der Charta 77 der früheren tschechoslowakischen Dissidenten.
Unter dem Vorwurf der "Untergrabung der Staatsgewalt" wurde Liu Xiaobo im Dezember 2009 zu elf Jahren Haft verurteilt. Der frühere Literaturdozent saß davor schon zweimal in Haft: Wegen seiner Beteiligung an der blutig niedergeschlagenen Demokratiebewegung 1989 kam er zwei Jahre in Haft, 1996 musste er wegen seiner Aktivitäten für drei Jahre in ein Umerziehungslager.
Staatsfeind Nummer Eins
Audio: Liu Xiaobo - Ein Porträt
4:34 Min
(© hr, 08.10.2010) Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo ist ein Schlag ins Gesicht für die kommunistische Führung in Peking. Der 54-Jährige gilt als Staatsfeind Nummer Eins. Hohe Politiker der Regierung machen im privaten Gespräch keinen Hehl aus ihrer tiefen Abneigung gegenüber Liu Xiaobo und seinem demokratischen Ideengut in der "Charta 08".
"Wir durften doch nicht zulassen, dass Liu Xiaobo damit durchkommt", suchte jüngst ein Regierungsmitglied sogar noch Verständnis für die elfjährige Haftstrafe gegen den Bürgerrechtler - als wenn das Land vor Leuten wie Liu Xiaobo bewahrt werden müsste.
China reagiert empört
Wie die Nachrichtenagentur dapd meldete, hat die chinesische Regierung auf die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Dissidenten Liu Xiaobo mit Empörung reagiert. Mit der Auszeichnung an den "Kriminellen" Liu Xiaobo verstoße das Nobelpreiskomitee gegen seine eigenen Prinzipien, erklärte die Staatsführung in Peking.
Kommenden Herbst erstes Buch in Deutschland
Der Verlag S. Fischer wird im Herbst kommenden Jahres in Deutschland das erste Buch des inhaftierten chinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo auf den Markt bringen. "Als Dissident ist er sehr präsent. Aber es gibt kaum etwas von ihm zu lesen, schon gar nicht auf Deutsch", sagte der Programmleiter Sachbuch, Peter Sillem, am Freitag auf der Frankfurter Buchmesse. Es handelt sich um ausgewählte Schriften Lius, die von dessen Frau und der Präsidentin des unabhängigen PEN in China, Tienchi Martin-Liao, herausgegeben werden.
Der Friedensnobelpreis
Der Friedensnobelpreis gilt als bedeutendste internationale Auszeichnung im Bemühen um eine friedlichere Welt. Stifter des Preises ist der schwedische Erfinder des Dynamits, Alfred Nobel (1833-1896). In seinem Testament beauftragte er das norwegische Parlament, das Storting, jährlich bis zu drei Personen oder Organisationen für ihre Verdienste auszuzeichnen.
Die Preisträger sollen „den besten oder größten Einsatz für Brüderlichkeit zwischen Staaten, für die Abschaffung oder Abrüstung von stehenden Heeren sowie für die Organisation und Förderung von Friedenskonferenzen“ gezeigt haben. Mit dem Friedensnobelpreis wird seit 1960 auch der Einsatz für Menschenrechte und seit 2004 der für Umwelt geehrt.
Der 54-jährige Oppositionelle werde für seinen "langen und gewaltlosen Kampf" für die Menschenrechte in China geehrt, erklärte der Präsident des Nobel-Komitees, Thorbjoern Jagland, am Freitag in Oslo. Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert. Erstmals geht die seit 1901 vergebene Auszeichnung nach China.
Komitee trotzt Druck aus China
Das Nobelkomitee trotzt mit der Vergabe dem politischen Druck der chinesischen Führung. Die Regierung in Peking hatte mit einer Verschlechterung der Beziehungen zu Norwegen gedroht, sollte der Dissident den Preis bekommen. Liu Xiaobo war als Favorit gehandelt worden.
Der inhaftierte chinesische Bürgerrechtler ist auch Ehrenvorsitzer des PEN-Clubs unabhängiger chinesischer Schriftsteller. Der 54-jährige Dissident ist einer der führenden Köpfe hinter der "Charta 08", dem Appell für Demokratie und Menschenrechte in China. Das Manifest wurde im Dezember 2008 aus Anlass des 60. Jahrestages der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen veröffentlicht und sieht sich in der Tradition der Charta 77 der früheren tschechoslowakischen Dissidenten.
Unter dem Vorwurf der "Untergrabung der Staatsgewalt" wurde Liu Xiaobo im Dezember 2009 zu elf Jahren Haft verurteilt. Der frühere Literaturdozent saß davor schon zweimal in Haft: Wegen seiner Beteiligung an der blutig niedergeschlagenen Demokratiebewegung 1989 kam er zwei Jahre in Haft, 1996 musste er wegen seiner Aktivitäten für drei Jahre in ein Umerziehungslager.
Staatsfeind Nummer Eins
Audio: Liu Xiaobo - Ein Porträt
4:34 Min
(© hr, 08.10.2010) Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo ist ein Schlag ins Gesicht für die kommunistische Führung in Peking. Der 54-Jährige gilt als Staatsfeind Nummer Eins. Hohe Politiker der Regierung machen im privaten Gespräch keinen Hehl aus ihrer tiefen Abneigung gegenüber Liu Xiaobo und seinem demokratischen Ideengut in der "Charta 08".
"Wir durften doch nicht zulassen, dass Liu Xiaobo damit durchkommt", suchte jüngst ein Regierungsmitglied sogar noch Verständnis für die elfjährige Haftstrafe gegen den Bürgerrechtler - als wenn das Land vor Leuten wie Liu Xiaobo bewahrt werden müsste.
China reagiert empört
Wie die Nachrichtenagentur dapd meldete, hat die chinesische Regierung auf die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Dissidenten Liu Xiaobo mit Empörung reagiert. Mit der Auszeichnung an den "Kriminellen" Liu Xiaobo verstoße das Nobelpreiskomitee gegen seine eigenen Prinzipien, erklärte die Staatsführung in Peking.
Kommenden Herbst erstes Buch in Deutschland
Der Verlag S. Fischer wird im Herbst kommenden Jahres in Deutschland das erste Buch des inhaftierten chinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo auf den Markt bringen. "Als Dissident ist er sehr präsent. Aber es gibt kaum etwas von ihm zu lesen, schon gar nicht auf Deutsch", sagte der Programmleiter Sachbuch, Peter Sillem, am Freitag auf der Frankfurter Buchmesse. Es handelt sich um ausgewählte Schriften Lius, die von dessen Frau und der Präsidentin des unabhängigen PEN in China, Tienchi Martin-Liao, herausgegeben werden.
Der Friedensnobelpreis
Der Friedensnobelpreis gilt als bedeutendste internationale Auszeichnung im Bemühen um eine friedlichere Welt. Stifter des Preises ist der schwedische Erfinder des Dynamits, Alfred Nobel (1833-1896). In seinem Testament beauftragte er das norwegische Parlament, das Storting, jährlich bis zu drei Personen oder Organisationen für ihre Verdienste auszuzeichnen.
Die Preisträger sollen „den besten oder größten Einsatz für Brüderlichkeit zwischen Staaten, für die Abschaffung oder Abrüstung von stehenden Heeren sowie für die Organisation und Förderung von Friedenskonferenzen“ gezeigt haben. Mit dem Friedensnobelpreis wird seit 1960 auch der Einsatz für Menschenrechte und seit 2004 der für Umwelt geehrt.
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